Die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nutzen von Chemical Product Service (CPS) Modellen für die industrielle Oberflächenreinigung wurden in einer Reihe von wissenschaftlichen Veröffentlichungen über Sustainable Development (Nachhaltige Entwicklung) untersucht:

2008: Die nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community
M. Braungart, W. McDonough (Hg.):
SAFECHEM wird als Fallstudie zum Cradle to Cradle Ansatz herangezogen. Das Kapitel handelt von Risikomanagement als bewährte Lösung, um chlorierte Lösemittel sicher zu handhaben – während der gesamten Produktlebensdauer.

2008: Chemical Leasing Goes Global: Selling Services Instead of Barrels
Österreichisches Umweltministerium, Th. Jakl et al.:
Im Kapitel über österreichische Fallstudien nennt das Buch ein „Best Practice“ Beispiel für Chemical Leasing für die Metallreinigung in der Automobilindustrie. Der Lösemittelverbrauch konnte hier um 72% reduziert werden.

2006: Chemical Product Services in the European Union
Institute for Prospective Technological Studies, European Commission, Directorate General, Joint Research Centre:
Im Kapitel über Lösemittel in Europa werden die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Einführung von CPS im Bereich der Metallreinigung untersucht. Auf Grundlage einer Lebenszyklus-Analyse und im Vergleich zum traditionellen Modell für geschlossene Maschinentechnologie, führt die Einführung von Sicherheitssystemen zusammen mit Serviceangeboten zur Überwachung des Lösemittels zu:

  • >80% Lösemittel-Reduzierung im Abfallstrom
  • >80% Reduzierung von Primär-Lösemitteln
  • Reduzierung der Auswirkungen auf die Umwelt - eine Reduzierung von 10% der fotochemischen Oxidation, 25% der Toxizität für den Menschen und ca. 70% bei anderen Kategorien von Umweltauswirkungen

2006: Produkte und Dienstleistungen von Morgen: Nachhaltige Innovationen für Firmen und Konsumenten
Joanneum Research Graz, I. Kaltenegger et al.:
Im Kapitel über Chemikalienbasierende Versorgungsprozesse werden Dienstleistungs- und Systeminnovationen wie Chemical Management Services, Chemical Leasing und Sicherheitskreislaufsysteme im Hinblick auf ihre Auswirkungen für die Nachhaltigkeit analysiert.

2005: Product ban versus risk management by setting emission and technology requirements: The effect of different regulatory schemes taking the use of trichloroethylene in Sweden and Germany as an example
Universität Passau, Universität Lund, F. Birkenfeld, O. Mont et al.:
Aufgrund von Regulierungen sanken die absoluten Emissionen sowohl in Schweden als auch in Deutschland. Jedoch hat sich der Unterschied zwischen beiden Ländern, der auf der Grundlage eines Vergleichswertes berechnet wurde, erheblich vergrößert. Heute ist die spezifische Emission von Trichlorethylen in Schweden, wo dieses Produkt verboten ist, 90 Mal höher als in Deutschland. 1993 war sie nur neunmal höher.

2005: Assessment of Environmental and Economic Potentials of CPS in EU
AmsterdamGraduate Business School, L. Arslan et al.
In diesem Bericht werden die CPS-Aktivitäten in der industriellen Oberflächenreinigung hinsichtlich Treibern und Hindernissen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen untersucht.

2003: Occupational Exposure Assessment in Metal Degreasing and Dry Cleaning
ETH Zürich, J. von Grote:
In diesem Buch werden die Einflüsse von technologischen Innovationen und gesetzlichen Bestimmungen auf die Arbeitsplatzexposition in den Bereichen Metallentfettung und Textilreinigung untersucht.

2003: Innovations for Sustainability: Sustainability as strategic factor
Summer (sustainable markets emerge), K. Fichter, M. Arnold:
Der Bericht handelt über Chemical Product Services für chlorierte Lösemittel einschließlich Belieferung, Entsorgung und Beratung. Der Fokus liegt auf den entsprechenden Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit.

2003: Chemikalien-Leasing

Österreichisches Umweltministerium, Th. Jakl et al.:

Es werden potenzielle Anwendungsgebiete für Chemikalienleasing- Geschäftsmodelle und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit analysiert. Die industrielle Oberflächenreinigung wird hier als ein Gebiet mit hohem Potenzial identifiziert.

2002: Performance Contracting auf Industriegütermärkten
Universität Münster, Ch. Kleikamp:
Die industrielle Oberflächenreinigung wird als eine Branche gesehen, in der Performance Contracting-Modelle erhebliche Möglichkeiten bieten, den Reinigungsprozess zu verbessern und den Verbrauch von Chemikalien zu optimieren.

2001: Creating Eco-Efficient Producer Services

Gothenburg Research Institut, O. Zaring (Ed.) et al.:
Das Buch enthält eine Analyse von End-of-Life Management-Services in der industriellen Oberflächenreinigung mit positiven Auswirkungen auf die Ökoeffizienz in den folgenden Kategorien:

  • Impact Management:
    Lösemittel-Management-Service reduziert die Emissionen von chlorierten Lösemitteln.
  • Ressourcennutzung:
    Der Einsatz eines Lösemittel-Management-Systems reduziert die durch Verdampfung entstehenden Emissionen bei der Anwendung und ermöglicht es so, mehr von dem Produkt einer positiven Nutzung zuzuführen.
  • Revalorisation:
    Geschlossene Lösemittel-Management-Systeme ermöglichen es, gebrauchtes Lösemittel aufzuarbeiten und zur Wiederverwendung zurückzugewinnen.

1997: Faktor Vier: Doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch
Der neue Bericht an den Club of Rome, E. von Weizsäcker et al.:
Das Buch enthält ein Kapitel mit Beispielen revolutionärer Materialproduktivität, in dem die Rent-a-Chemical-Philosophie am Beispiel chlorierter Lösemittel untersucht wird: „Über hundertmal kommen so die gleichen Moleküle zum Einsatz.“