Terpene

Terpene gehören zur Familie der Kohlenwasserstoffe. Die Terpen-Destillate aus Zitrusbäumen und Kiefernharzen sind für die Reinigungsindustrie am interessantesten. Terpene, mit einem Flammpunkt von mehr als 45°C, werden häufig in Verbindung mit Kohlenwasserstoffen und/oder Tensiden eingesetzt, wodurch das Recycling des Reinigungsmediums durch Destillation schwierig oder unmöglich wird.

Alkohole und Ketone

Alkohole und Ketone zeichnen sich oft durch einen niedrigen Flammpunkt aus weshalb diese Reinigungsprozesse meist eine explosionssichere Ausrüstung erforderlich macht. Die Vorzüge dieser tiefsiedenden Lösemittel sind das einfache Recycling (Destillation) und auch ihre Fähigkeit, schnell abzutrocknen. Sie werden deshalb häufig für spezielle Anwendungen eingesetzt, wie etwa in der Medizintechnik.

Ester

Zu den typischen Vertretern dieser Stoffe gehören die hochsiedenden Lactate sowie Ester von zweibasischen Säuren (Mischungen aus Abietin-Säure und Glutamatsäure). Ihre Eigenschaften hinsichtlich Entzündlichkeit, Siedepunkt und Verdunstungsrate sind mit denen von Kohlenwasserstoffen vergleichbar. Ein beträchtlicher Nachteil ist ihre Instabilität, insbesondere ihre Neigung, unter sauren oder alkalischen Bedingungen mit Wasser zu reagieren. Das schränkt ihre Verwendung als Universalreinigungslösemittel im Bereich der Industriereinigung ein.

Hydroxyether

Hydroxyether haben eine gute Lösekraft für Öle, Fette und Harze und können auch polare Verbindungen wie etwa Salze auflösen. Hydroxyether sind stabil gegen Hydrolyse (Reaktion mit Wasser) und sie sind nicht ätzend. Flammpunkt und Verdunstungsrate sind ähnlich wie bei Kohlenwasserstoffen. Hydroxyether sind definierte Substanzen mit einem festen Siedepunkt. Sie sind durch Destillation vollständig recyclebar.

n-Propylbromid

Dieser halogenhaltige Kohlenwasserstoff gilt als hochentzündlich (Flammpunkt unter 22°C / R-11) und wird durch die Europäische Richtlinie über gefährliche Substanzen 76 548, Anhang 1, als MCR-Substanz klassifiziert (R-61). Dies Bedarf der speziellen Prüfung in der industriellen Teilereinigung, zumal bei der technischen Anwendung keine adäquaten Sicherheitssysteme zur Verfügung stehen. Das Lösemittel hat ein gutes Löslichkeitsprofil für generelle industrielle Reinigungsverfahren. Die Kontrolle und Erhaltung der notwendigen Stabilisierung ist, insbesondere beim Einsatz in geschlossenen Reinigungsmaschinen, mit geringem Lösemittel-Austausch schwierig.

Isoparaffine Lösemittel

Isoparaffine sind reine Kohlenwasserstoffgemische, die mittels katalytischer Synthese aus petrochemischen Produkten gewonnen werden. Sie werden in der industriellen Teilereinigung eingesetzt und bestehen aus einem Gemisch von gesättigten, linearen und/oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen im Bereich von C9 bis C13.

Die Flammpunkte dieser Lösemittel liegen im Bereich von 55 bis 65°C, was einem „Siedepunktsbereich“ von ca 180°C bis 220°C entspricht. Je nach Produkt bewegt sich der Siedebereich eines Isoparaffins innerhalb ca 10 bis 15°C.

Isoparaffin-Lösemittel sind nahezu aromatenfreie Verbindungen, sie sind vollständig gesättigt und quasi geruchsfrei. Sie sind geeignet für die Abreinigung von ölartigen Rückständen auf Metalloberflächen und gelten daher als relativ gute Entfettungsmittel in vielen Anwendungen. Die Löslichkeit polarer Substanzen in Kohlenwasserstoff-Lösemitteln ist jedoch äußerst gering. Wenn die Verunreinigung polare Bestandteile wie etwa Rückstände von wässrigen Emulsionen und/oder polaren Zusatzstoffen aus Hochleistungsschneidflüssigkeiten enthält, ist die Reinigungswirkung oft ungenügend.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Kohlenwasserstoff-Lösemittel generell nicht stabilisiert sind. Säuren, die als Bestandteil von Verunreinigungen oder Zersetzungsprozessen in das Lösemittel geraten, können sich im Reinigungssystem anreichern und zu Versäuerung und Korrosion von Reinigungsgut und Anlage führen, ohne dass wirksame Gegenmaßnahmen möglich sind.

Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW)

CKWs sind wichtige Stoffe der chemischen Industrie und werden in großen Mengen produziert. Der überwiegende Anteil findet Verwendung als chemische Zwischenprodukte, d. h. diese Produkte werden als Ausgangsstoffe für die Herstellung von anderen Produkten eingesetzt. So zum Beispiel im Bereich Fluorchemie (z. B. Fluor-Polymere, Kühlmittel), Silikonprodukte (z. B. Dichtungsstoffe) oder bei Produkten für die Baubranche. Zudem haben CKWs als Lösemittel eine große Bedeutung und werden bevorzugt in der industriellen Oberflächenreinigung und der Textilreinigung eingesetzt.

Der Anteil an CKWs, der als Lösemittel verwendet wird, konnte zum einen durch technische Verbesserungen reduziert werden und zum anderen durch ihren Einsatz in geschlossenen Kreislaufsystemen.

CKWs können augrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Die Verwendung und Anwendung dieser Lösemittel ist deshalb durch verschiedene gesetzliche Bestimmungen streng reguliert.

  • Klassifizierung
  • Gesundheit
  • Transportetiketten

Chlorierte Lösemittel für die Metallreinigung sind

Perchlorethylen
Trichlorethylen
Methylenchlorid

Chlorierte Lösemittel eignen sich hervorragend für die hochwertige industrielle Teilereinigung. Sie gelten in der Branche bis heute als Maßstab für eine effiziente und effektive Reinigung von harten Oberflächen.

Die Vorteile von CKWs liegen in ihrer ausgezeichneten Lösekraft für branchentypische Verschmutzungen und Verunreinigungen, sie haben keinen Flammpunkt und sind durch Destillation einfach und effizient zu recyceln. Darüber hinaus sind sie in der Reinigung erprobt und durch die jahrzehntelange Erfahrung mit ihrer Anwendung konnten in diesem Bereich umfangreiche Verbesserungen in der Technologie und im Service erzielt werden.

Alkoxy-Propanole

Alkoxy-Propanole sind synthetisch hergestellte Lösemittel, bekannt auch unter der Bezeichnung modifizierte Alkohole. Aufgrund ihrer ausgewogenen Balance zwischen polaren und unpolaren Eigenschaften haben diese Lösemittel für verschiedene Reinigungsanforderungen ein ideales Profil, da sie die Fähigkeit haben, sowohl polare als auch unpolare Substanzen aufzulösen. Die Polarität bei modifizierten Alkoholen bedeutet auch, dass gewisse Stabilisatoren gegen Versäuerung und Korrosion in diesen Lösemitteln besonders wirksam sind.

Speziell entwickelte Formulierungen auf der Basis modifizierter Alkohole für verschiedene Industriereinigungsanwendungen liefern ausgezeichnete Reinigungsergebnisse. Alle Produktarten sind chemisch sehr stabile Verbindungen, die eine geringe Toxizität und ein gutes Umweltprofil haben.

Die DOWCLENE™ 16-Serie bietet eine gute Alternative zu chlorierten Kohlenwasserstoffen, Kohlenwasserstoffen und wässrigen Systemen.

DOWCLENE™ 1601, 1611 und 1621 werden als Entfettungs- und Reinigungsmittel in geschlossenen Reinigungsmaschinen angewendet. Sie sind auch für diffizile Hochpräzisionsanwendungen, wie etwa das Reinigen von mikropolierten Teilen oder von kleinen Präzisionsteilen, geeignet.

Die Produkte der DOWCLENE™ PX-Serie bieten eine umfassende Lösung für die Elektronik- und Optik-Industrie und decken viele Anwendungen in diesem Bereich ab.

Die DOWCLENE™ 36-Serie umfasst Lösemittel, die erfolgreich in Kaltreinigungsanwendungen eingesetzt werden.

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