Das Ziel ist, Produkte bestmöglich einzusetzen. Im Fall der industriellen Teilereinigung bedeutet das, die Nutzungsdauer der Reinigungsmedien im Hinblick auf Kosteneffizienz und Abfallvermeidung zu verlängern.

Die Gesetzgebung gibt folgende Grundsätze zur Kreislaufführung und Entsorgung von Abfällen vor:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. sonstige Verwertung, z. B. energetische Verwertung, und
  5. Beseitigung

Die Maßnahmen dienen dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt, indem die schädlichen Auswirkungen von Abfällen vermieden oder verringert, und die Effizienz der Ressourcennutzung verbessert werden.

Die Verantwortung liegt beim Kunden

Abfälle im Sinne der Gesetzgebung sind alle beweglichen Sachen, die im Europäischen Abfallkatalog genannt und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Abfallerzeuger ist jede natürliche oder juristische Person, durch deren Tätigkeit Abfälle angefallen sind. Abfallerzeuger oder -besitzer müssen sich um die schadlose Entsorgung des Abfalls kümmern, entweder direkt oder unter Einbeziehung öffentlicher oder privater Entsorgungsunternehmen.

Die meisten Lösemittel sind nach Gebrauch als „gefährliche Abfälle“ einzustufen, da sie über eine oder mehrere Eigenschaften verfügen, die im Anhang der Abfallrahmenrichtlinie aufgeführt sind.

Nachweisführung

Die Gesetzgebung gibt für gefährliche Abfälle eine detaillierte Nachweisführung zur Vorab- und Verbleibskontrolle vor. Verantwortlich sind alle in der Entsorgung der Abfälle beteiligten Partner wie z.B. der Abfallerzeuger, alle Beförderer, mögliche Zwischenlager und der Entsorger selbst. Die Nachweisführung umfasst Menge, Art und Ursprung des Abfalls sowie Häufigkeit der Abholung, Beförderungsart, Zielort und Entsorgungsverfahren. Die Nachweise zur Verbleibskontrolle sind den zuständigen Behörden auf Anfrage zur Verfügung zu stellen, wobei die Fristen zur Aufbewahrung zu beachten sind.

Die Durchführung der Entsorgung ist dem Abfallerzeuger durch den Entsorger unter Verwendung der behördlich vorgegebenen Formulare zu bestätigen.

Begriffsbestimmungen

Stoffliche Verwertung ist ein Entsorgungsverfahren, durch das Abfälle zu Produkten, Materialien oder Substanzen wiederaufbereitet werden, sei es für den ursprünglichen Verwendungszweck oder für andere Zwecke. Der Einsatz von Abfällen als Ersatzbrennstoff ist als energetische Verwertung einzustufen. Bei der Abgrenzung der stofflichen und energetischen Verwertung hat bei der Entsorgung von Abfällen die jeweils umweltverträglichere Verwertungsart Vorrang.

Die Beseitigung beschreibt jedes Verfahren außerhalb der stofflichen und energetischen Verwertung.

Lösemittel-Recycling innerhalb der Reinigungsanlage

Moderne Reinigungsanlagen destillieren das Lösemittel kontinuierlich, um dieses von Öl oder anderen Verunreinigungen zu trennen. So wird das Lösemittel mehrfach wiederverwendet, wobei lediglich der Destillationsrückstand aus Öl und anderen Verunreinigungen der externen Abfallverarbeitung zugeführt werden. Der Lösemittelanwender kann doppelt profitieren: die Betriebskosten werden reduziert und die Kosten für die externe Entsorgung drastisch gesenkt.

Dieses Verfahren ist ein gutes Beispiel für die Kreislaufführung und Ressourcenschonung im Einklang mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Grundsätzen zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt.